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| DE0007856023 |
785602 |
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ElringKlinger kann Periodenergebnis 2010 fast verdoppeln 29.03.2011
aktiencheck.de
Dettingen/Erms (aktiencheck.de AG) - Der Automobilzulieferer ElringKlinger AG (ISIN DE0007856023 / WKN 785602) meldete am Dienstag, dass er sich von den Auswirkungen der Absatzkrise der internationalen Fahrzeugindustrie gut erholt hat und das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2010 fast verdoppeln konnte.
Nach endgültigen Zahlen wuchs der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 37,4 Prozent auf 795,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis erreichte trotz einmaliger Belastungen 116,0 Mio. Euro und übertraf das Vorjahr um 83,3 Prozent. Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter kletterte um 97,6 Prozent auf 65,6 Mio. Euro. Die Auftragseingänge des Konzerns nahmen im Gesamtjahr 2010 um 44,7 Prozent auf 886,6 Mio. Euro zu, hieß es.
Die überraschend stark gestiegene Pkw-Produktion und zahlreiche Produktneuanläufe haben vor allem im Segment Erstausrüstung zu hohem Wachstum geführt. Die Regionen Asien und Nordamerika haben überdurchschnittlich dazu beigetragen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse in der Erstausrüstung um 45,1 Prozent auf 606,9 Mio. Euro. Damit fielen die prozentualen Zuwächse bei ElringKlinger deutlich höher aus als der Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion. Die verbesserte Auslastung führte im Zusammenwirken mit der in der Krise verschlankten Kostenstruktur zu einer spürbar verbesserten Ertragslage. Die Umsatzkosten erhöhten sich prozentual weniger stark als der Umsatz um 30,4 Prozent auf 556,1 Mio. Euro.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat eine um 75 Prozent erhöhte Ausschüttung von 0,35 (0,20) Euro je Aktie vor. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die am 6. Oktober 2010 im Rahmen der Kapitalerhöhung platzierten Aktien der ElringKlinger AG ab 1. Januar 2010 gewinnberechtigt sind.
Die ElringKlinger-Gruppe erwartet für 2011 einen organischen Umsatzanstieg in der Spanne von 5 bis 7 Prozent. Hinzu kommt ein Umsatzbeitrag aus der Konsolidierung des übernommenen Bereichs Metallische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe in Höhe von voraussichtlich 49 Mio. Euro. Durch dessen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis des Konzerns ergibt sich für das Gesamtjahr 2011 - aufgrund der derzeit noch spürbar unter dem Gruppendurchschnitt liegenden operativen Marge der Sparte - ein temporärer Verwässerungseffekt auf die operative Marge des Konzerns. Dieser wird in 2011 voraussichtlich bei 0,6 bis 0,8 Prozentpunkten liegen. Mit den bereits in Umsetzung befindlichen Integrationsmaßnahmen sowie umfassender Automatisierung und Prozessangleichung soll die operative Marge des akquirierten Geschäfts bis Jahresende 2011 auf 10 Prozent verbessert werden. Ziel ist es, die ehemaligen Freudenberg-Standorte in 2012 an das Niveau der ElringKlinger-Gruppe heranzuführen. Das EBIT des Konzerns soll sich in 2011 trotz der beschriebenen Verwässerung, zahlreicher im Anlaufstadium befindlicher Produkte und tendenziell steigender Materialpreise insgesamt überproportional zum geplanten Umsatzanstieg entwickeln und um 15 bis 25 Prozent steigen. Der Konzern geht davon aus, bis 2012 die vor der Krise erzielte EBIT-Marge in der Spanne von 16 bis 18 Prozent wieder zu erreichen.
Wie weiter mitgeteilt wurde, führt man derzeit weit fortgeschrittene Verhandlungen mit der schweizerischen Hug Engineering AG mit dem Ziel einer mehrheitlichen Übernahme durch die ElringKlinger AG. Der ElringKlinger-Aufsichtsrat hat dem Projekt am 25. März 2010 zugestimmt. Das Kerngeschäft von Hug besteht aus der Entwicklung, dem Engineering und der Produktion von Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung sowie Dieselpartikelfiltern im stationären und mobilen Sektor.
Die Aktie von ElringKlinger schloss gestern mit einem Minus von 1,11 Prozent bei 21,36 Euro. (29.03.2011/ac/n/d)
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